Einbau Batterie Computer

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swallow
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Einbau Batterie Computer

Beitragvon swallow » Dienstag 9. Februar 2016, 17:51

Einbau eines Batterie-Computers zur Überwachung der Bordbatterie

Ausgangssituation:
- Wohnwagen KNAUS Sport 460 EU
- Mover Reich Easydriver basic 1.8
- AGM 90 Ah Batterie
- Autarkset zur Versorgung des Bordnetzes


Hintergrundinfo zur richtigen Batteriepflege:
Die Lebensdauer einer Batterie bemisst sich in Zyklen (Zyklus = 1x entladen, 1 x aufladen). Wie viele davon eine Batterie schafft, hängt unter anderem davon ab, wie tief der Akku während des Zyklus entladen wird. Will heißen, je mehr eine Batterie entladen wird, desto geringer ist die Lebensdauer - sogenannte "Tiefentladungen" können sehr schnell das Ende für die Batterie bedeuten.

Um nun einen ständigen Überblick über den "Ist-Zustand" der Bordbatterie zu erhalten, empfiehlt sich daher der Einbau eines Batterie-Computers.


Meine Wahl fiel auf den "VOTRONIC LCD-Batterie-Computer 100 S" mit einem 100A Mess-Shunt.

Welche Werte gemessen, berechnet und angezeigt werden, kann hier auf der Herstellerseite nachgelesen werden:

:arrow: http://www.votronic.de/index.php/de/produkte/mess-anzeigegeraete/lcd-batterie-computer


Hier das gute Stück...

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...und das ist (für schlappe 160,- €) alles drin. :D

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Im Staukasten der Sitzgruppe befindet sich meine Batterie und die Steuereinheit des Movers:

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Da die Steuerleitung vom Mess-Shunt zur Anzeige 5 m lang ist, hab' ich mich für den Einbau an dieser Stelle (rotes X) entschieden:

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Das Brett, es ist eigentlich mehr eine Blende, war schnell und einfach abgebaut.

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Jetzt die beiliegende Bohrschablone eingemessen und aufgeklebt - und schon konnte ich die Öffnung maßgerecht aussägen.

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Sieht doch ganz ordentlich aus... auch wenn es schon ein bisschen weh tut, aus einem fast neuen Wohni was raus zu schneiden. :cry:

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Anzeige einsetzen, festschrauben, Steuerleitung anschließen und die Blende wieder anschrauben... als wäre nix gewesen.

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Die Steuerleitung habe ich natürlich vorher bis runter in den Staukasten gezogen.

Der Mess-Shunt sollte im Bereich der Batterie (bei mir an der Außenwand des Staukastens) festgeschraubt werden, ...

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...damit die Zuleitung des Minuspol (-) über diesen geführt werden kann. Weiterhin muss für die Messung der Spannung, vom Shunt eine direkte Verbindung zum Pluspol der Bordbatterie hergestellt werden. Achtung, nicht vergessen, dieses Kabel mit einer Kabelsicherung ("fliegende Sicherung") auszustatten!


Nochmal von oben.

[ img ]

Ein detaillierter Anschlussplan liegt dem Batterie-Computer natürlich bei und so kann man beim Einbau eigentlich auch nichts verkehrt machen.

Das Display ist sehr gut leserlich, selbst, wenn nach 3 Minuten Inaktivität die Hintergrundbeleuchtung aus geht. Einmal kurz eine Taste drücken und sie ist wieder an. Ansonsten kann man das Display auch ganz ausschalten (Standby-Modus), was dann auch zu einem sehr geringen Stromverbrauch führt.

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Der Batterie-Computer muss jedoch dauerhaft mit Strom versorgt werden, damit eine kontinuierliche Messung erfolgen kann.

Mein Fazit:
Klar, sind 160,- € nicht gerade wenig, aber für eine korrekte "Batterie-Pflege" lohnt sich die Investition auf jeden Fall. AGM Batterien kosten richtig Geld und eine lange Lebensdauer macht sich am Ende dann auch bezahlt.

Man(n) gönnt sich ja sonst nix! :sup:

Willipitschen
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Re: Einbau Batterie Computer

Beitragvon Willipitschen » Dienstag 9. Februar 2016, 20:16

Hast du toll geschrieben und auch mit Bilder bestückt, aber ich spare mir das Geld. Habe mir im Frühjahr eine neue Gelbatterie für 160 € gekauft, ab Sep. steht der Wohnwagen schon ohne Strom, allerdings habe ich ein Pol von der Batterie abgenommen. Die Batterie vorher war 10 Jahre alt.

swallow
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Re: Einbau Batterie Computer

Beitragvon swallow » Mittwoch 10. Februar 2016, 06:50

Willipitschen hat geschrieben:Die Batterie vorher war 10 Jahre alt.


Moin Willi,

das hört sich ja super an, da kann man nicht meckern. Hoffe, dass meine auch so lange hält.


Und ja, denke, ob sich ein Einbau lohnt/rechnet, muss jeder für sich selbst entscheiden. Hängt sicher auch von den persönlichen "Campinggewohnheiten" ab. Wir stehen öfters auch mal für eine Nacht oder ein ganzes Wochenende autark und da schläft man schon besser, wenn man über den "Ist-Zustand" der Batterie Bescheid weiß. Bislang hatte ich das nach Gefühl auch recht gut im Griff, aber wie gesagt, halt "nur" nach Gefühl. ;)


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